Transplantationsmedizin

Transplantationsmedizin

Mit einer erfolgreichen Transplantation beginnt ein neuer Lebensabschnitt. In der Rehabilitation nach Organtransplantation und Lebendspende werden Sie auf diese neue Lebensphase vorbereitet.

Im Zentrum der medizinischen Rehabilitation stehen der Ausgleich physischer und mentaler Defizite sowie das Erlernen eines angepassten Lebensstils nach Organtransplantation. Durch die Operation, häufig aber auch durch eine längere und teilweise körperlich einschränkende Krankheitsphase vor der Operation, ist die physische Leistungsfähigkeit nach einer Transplantation meist spürbar eingeschränkt. In der stationären Rehabilitation wird dieses muskuläre und konditionelle Leistungsdefizit ausgeglichen. Durch einen an die individuelle Leistungsfähigkeit angepassten Behandlungsplan wird die physische Leistungsfähigkeit stufenweise aufgebaut, um für jeden Einzelnen ein optimales und subjektiv deutlich verbessertes Leistungsniveau zu erreichen. Die Therapiemaßnahmen umfassen das gesamte Spektrum der physio-, ergo- und sporttherapeutischen Behandlung, so dass durch einen auf die individuellen Defizite ausgerichteten Behandlungsplan optimaler Leistungsaufbau erfolgen kann. Neurologische Defizite, beispielsweise durch eine Polyneuropathie, werden durch die Integration von physikalischen Anwendungen in den Behandlungsplan, wie Reizstromtherapie, adressiert, um die nervale Regeneration zu fördern und somit die funktionellen Einschränkungen auszugleichen.

Ein weiterer Schwerpunkt der medizinischen Rehabilitation nach Organtransplantation und Lebendspende liegt in der Vermittlung eines an die neue gesundheitliche Situation angepassten Lebensstils. Zum einen resultieren aus der Immunsuppression Anforderungen, die bei der weiteren Lebensführung beachtet werden sollten. In der Müritz Klinik erfolgen umfangreiche ärztliche, ernährungstherapeutische und sozialmedizinische Schulungen, wodurch ein sicherer Umgang mit dem Transplantat und der Immunsuppression erlernt wird. Zum anderen werden durch die Wissensvermittlung Ängste und Unsicherheiten, die aus der Transplantation und der Einnahme der Immunsuppression resultieren, abgebaut. Dadurch wird das Vertrauen in die Stabilität der eigenen Gesundheit gestärkt, wodurch die Rückkehr in das berufliche und private Lebensumfeld gefördert wird.

Auch in der stationären Rehabilitation, insbesondere in der frühen Phase nach Transplantation, ist eine engmaschige medizinische Überwachung der Transplantatfunktion und Immunsuppression unerlässlich. In der Müritz Klinik werden Sie von erfahrenen Transplantationsmedizinern und transplantationsmedizinisch-geschultem Pflegepersonal betreut. Durch regelmäßige Laborkontrollen wird die Organfunktion fortlaufend überwacht und die Immunsuppression eingestellt. Darüber hinaus werden Begleiterkrankungen, beispielsweise Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen, diagnostisch erfasst und gegebenenfalls Lebensstil-modifizierende oder medikamentöse Behandlungen eingeleitet. Die medizinische Therapie erfolgt dabei stets in enger Abstimmung mit den Transplantationszentren, so dass die ständige Überwachung der Organfunktion und Steuerung der Immunsuppression durch die Transplantationszentren während der gesamten stationären Rehabilitation uneingeschränkt gewährleistet ist.

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